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Bürgerschützenverein Mesum-Feld PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: c.hoelscher   
Donnerstag, 29. Januar 2009 um 15:34 Uhr
Vereinswappen
 
 

Bürgerschützenverein

Mesum-Feld 1910 e.V.

 

 

 Hallo und ein herzliches Willkommen !

 

Sie kennen uns noch nicht ?

 

Dann wird es aber höchste Zeit !


 
Bereits die Kinderaugen leuchten, wenn die Schützen marschieren
   und die Klänge der Spielmannszüge erklingen.
 
                                                               
Marsch

 
Marschieren oder spielen Sie mit und erleben es einmal hautnah:

Die Fazination : Schützenverein !
 
 
Erleben Sie außergewöhnliche Veranstaltungen, Aktivitäten,
 Spass, Sport und Spiel der Extraklasse!  

Ob jung ob alt, wir bieten Unterhaltung für alle Altersklassen!

Karneval u. Kinderkarneval - Schützenfest u. Kinderschützenfest
  Ausflüge u. Besichtigungen - Sportliche Aktivitäten
(wie z.B. Fahrrad-/Kanutouren, Kutschfahrten, Fußballturniere)
Tanz u. Musik  - Showtanz Mesumer Feldmäuse
Zeltlager für Kinder u. Jugendliche
        Adventsveranstaltungen
    und vieles mehr!

Sie sehen schon, bei uns dreht sich nicht alles um das Schützenfest! Wir wollen unterhalten und sind dabei sehr vielseitig aufgestellt. Veranstaltungen können so oder so gemacht werden. Bei uns ist alles etwas anders!
 
Stichwort: Aktiv und Dynamisch !
 
Wir gehen mit der Zeit und gestalten unsere Veranstaltungen in einem abwechslungsreichen Mix, sodass jede Altersgruppe Ihren Spass hat. Anders und nicht artig, verändern wir das Bekannte und überraschen mit Neuem.

Es kommt auf die Mischung an.

Eine gute Mischung hinsichtlich des Alters unserer Mitglieder findet sich auch in unseren einzelnen Untergruppierungen wieder.

Spielmannszüge > bereits ab dem 8. Lebensjahr (nach oben offen) kann mitmusiziert werden.
Tanzgarden >        ab dem 5. Lebensjahr geht es schon los!
Schützenverein >   alle ab dem 17. Lebensjahr sind aufgerufen!


Wir wollen weiter wachsen. Machen Sie mit! Wir würden uns freuen!
 

Im übrigen lohnt sich ein Beitritt in diesem Jahr ganz besonders ! ! !
 
Unser 100 jähriges Jubiläum steht kurz vor der Tür. Eine Veranstaltung der Superlative soll
es werden und Sie können mit machen.
Musikalische und sportbegeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene 
meldet euch bei unseren Tanzgarden und Spielmannszügen.
Alle die Lust haben, einmal mit zu marschieren und an einer aktiven und
abwechslungsreichen Freizeitgestaltung interessiert sind, meldet euch an!
Unser Beitrittsformular finden Ihr hier auf unserer Homepage zum Ausdruck wieder.
Sobald Sie sich angemeldet haben, werden wir uns kurzfristig mit Ihnen in Verbindung setzten.

Alles Gute und auf bald wünscht

      Ihr Schützenverein Mesum-Feld 1910 e.V.     
der Vorstand    


 Vorstand 2009
 
 
 
 
 
Vereinswappen
 
 
 
Chronik
 
 

Der Bürgerschützenverein Mesum-Feld ist in der glücklichen Lage, die Entstehung und Entwicklung des Vereins aus lückenlosen Protokollen und Aufzeichnungen seit der Gründung entnehmen zu können.

Im Gründungsjahr zählte die Gemeinde Mesum 1861 Einwohner.

Angeregt durch Neugründungen von Schützenvereinen in Nachbargemeinden beschlossen einige Feld-Bewohner, einen weiteren Schützenverein in Mesum zu gründen.

Der Einladung zur Gründungsversammlung am 19.12.1910 in der Gaststätte Mersch waren etliche Männer gefolgt. Durch Eintragung in eine Liste erklärten sämtliche Anwesenden ihren Eintritt.

Dem 1. Vorstand gehörten folgende Schützenbrüder an:

Präses   Franz Helmig sen.
Vizepräses   Clemens Eggert
Kassierer   Bernhard Rott jun.
Schriftführer   Albert Bockholt
I. Beigeordneter   Anton Sterthaus
II. Beigeordneter   Bernhard Kleier
Revisor   Josef Rott jun.

Schnell einigte man sich auf den Namen „Schützenverein Mesum-Feld“. Diese Bezeichnung behielt der Verein bis 1926. Ab 1927 wurde er umbenannt in „Bürgerschützenverein Mesum Feld“

Das 1. Vereinsfest war jedoch nicht ein Schützenfest, sondern eine Fastnachtsfeier, verbunden mit einem Theaterstück, aufgeführt von Vereinsmitgliedern.

Die 3. Generalversammlung fand am 14.7.1911 statt. Hier wurde das 1. Schützenfest bestellt und auf den 6. und 7.8. 1911 festgelegt. Damit feiert der Verein seit Vereinsgründung sein Schützenfest immer im August.



Weiter wurde auf dieser Versammlung die Anschaffung einer Vereinsfahne beschlossen. Die Fahnenweihe erfolgte beim Schützenfest. Vom ersten Schützenfest an wurde somit eine Vereinsfahne mitgeführt.

 

 
 

Bei einem Wohnhausbrand des Wohnhauses Anton Sterthaus im Jahre 1913 verlor der Verein seine Vereinsfahne, die jedoch bald durch eine neue ersetzt werden konnte.



Die Chronik sagt, dass im Jahre 1913 zum ersten Mal eine Vogelwegbringen stattfand.

Dann kam der Krieg 1914 – 1918. 24 Mitglieder kehrten nicht in die Heimat zurück. Während des Krieges unterblieben jegliche Vereinsfestlichkeiten.

Großes Interesse bestand am Bau eines Schießstandes. Die Errichtung und Erstellung wurde auf der Versammlung am 17.1.1926 beschlossen.

Der Landwirt Josef Bekemper erklärte sich spontan bereit, hierzu ein geeignetes Grundstück zu Verfügung zu stellen. Nebenstehend der Pachtvertrag des am 1.4.1926 zwischen dem Vorstand und dem Landwirt Josef Bekemper abgeschlossenen Vertrages mit einem jährlichen Pachtzins von 3,00 Mark. Seitdem wird der Scheibenkönig auf dem Schießstand ausgeschossen.

Wegen des sehr nassen Geländes der Vogelrode an der Winterbrockstraße (gegenüber des späteren Zuganges zur neuen Vogelrode) wurde auf der Versammlung am 18.7.1926 die Umsetzung der Vogelstange beschlossen. Sie erhielt einen neuen Platz an der rechten Seite der Winterbrockstraße in der zurückliegenden, vielen noch bekannten Brunings Wiese. Die alte sowie die neue Urkunde erhielten in einer versiegelten Flasche unter der Stange ihren Platz. Weiter wurde auf dieser Versammlung die Anschaffung einer Scheibekönigskette beschlossen.

Auf Grund von Vorkommnissen bei der Verlosung der Weihnachtsfeier am 1.1.1927 war der gesamte Vorstand zurückgetreten. Daher wurde kurzfristig eine Versammlung einberufen, die am 9.1.1927 stattfand. Da man nach längerer Aussprache zu keinem Resultat und keiner Einigung gekommen war, wurde unter dem Versammlungsleiter Josef Bruning ein neuer Vorstand gewählt.

Im Protokoll vom 10.4.1927 wird zum ersten Mal über ein Preisschießen berichtet. Über weitere Schießveranstaltungen und über die Schießgruppe wird in einem gesonderten Artikel berichtet.

Im Jahre 1932 wurde wegen der sehr schlechten Wirtschaftslage nur 1 Tag Fastnacht und 1 Tag Schützenfest gefeiert. Auch auf den Scheibenkönig wurde verzichtet.

Die Folgezeit sollte wieder eine unruhige Zeit werden. Denn die politische Neuordnung in Deutschland durch die Nationalsozialisten wirkte sich auch auf die Schützenvereine aus. Sie sollten politisch gleichgeschaltet werden. So wurde auf der Versammlung am 29.7.1933 vom Stützpunktleiter (der Name ist im Protokollbuch festgehalten) der NSDAP die Gleichschaltung innerhalb des Vereins beantragt. Die Mitglieder waren jedoch einstimmig dagegen. Auf Drohung des Stützpunktleiters, dass bei der Nichtgleichschaltung eine Genehmigung für Schützenfest nicht erteilt würde, verzichteten die Mitglieder freiwillig auf das Schützenfest. Auf Wunsch des Oberlandjägers wurde die Versammlung jedoch kurzerhand geschlossen.


 

Jubelfest 1935:

Das 25-jährige Vereinsbestehen sollte in besonders feierlicher Form begangen werden. Diese Jubelfest fand am 10., 11. und 12.8.1935 statt.

15 geladene Vereine nahmen daran teil und 27 Mitgründer des Vereins konnten diese Feier miterleben. Der Verein zählte 208 Mitglieder. Jubelkönig wurde Josef Bruning sen., der sich seine Ehefrau zur Königin nahm. Die Kaiserwürde errang Josef Rott jun. Er erkor sich Frl. Katharina Mersch zur Kaiserin. Im Jubeljahr verzichtete man auf den Scheibenkönig.

Der zweite Weltkrieg erzwang wiederum eine Unterbrechung der Vereinsfeste von 1940 – 1946. Die satzungsmäßigen Versammlungen fanden jedoch bis 1944 weiterhin statt. Ebenso die traditionelle Weihnachtsfeier, verbunden mit dem Auftreten der Theatergruppe.

Nach Kriegsende kehrten Schützenbrüder vereinzelt nach und nach aus der Gefangenschaft heim. Vielen war es jedoch nicht vergönnt, ihre Heimat wiederzusehen.

Zwei Jahre nach dem schrecklichen Krieg lebte das Vereinsleben wieder auf. Mutig und mit echtem Schützengeist ging man wieder ans Werk, um Brauchtum und Sitte zu pflegen.

Die ersten Generalversammlung nach dem Kriege fand am 5.7.1947 weiter unter dem bisherigen 1. Vorsitzenden Hch. Brinkkötter statt. Es wurde beschlossen, bereits in diesem Jahre wieder ein Schützenfest zu feiern.

Auf Grund einer Verfügung der Militärregierung war das Tragen und die Benutzung von Gewehren verboten. Der Vogel wurde daher mit einer selbstgefertigten Armbrust geschossen.

Trugen die Mitglieder bislang Mützen, so fand Schützenfest 1956 ein Wechsel statt. Seitdem wird der Schützenhut getragen. Damit feiert auch der Schützenhut ein Jubiläum innerhalb des Vereins, da er zum Jubelfest zum 30. Mal getragen wird.

Schon seit längerer Zeit lief die Planung für den Bau einer Schützenhalle mit Schießstand. Im Frühjahr 1956 wurde dann nach dem Entwurf und Plan des Schützenbruders Hugo Büscher mit den Arbeiten begonnen. Hierzu erwarb man für 300,00 DM von Landwirt Anton Schulte-Mesum die Jagdhütte in Schulten Bordel. Mit Pferd und Wagen wurde das Material zum Scheibenstand gebracht. Dank der tatkräftigen Mithilfe fachkundiger Mitglieder wurde die Schützenhalle in sehr kurzer Zeit erbaut, so dass sie Schützenfest 1957 bereits genutzt werden konnte.

Als offizielle Eröffnung der Schützenhalle kann das im Frühjahr 1958 abgehaltene Preis- und Wanderpokalschießen angesehen werden, wozu nicht nur der Nachbarverein 1877 eingeladen war.

War man in den Vorjahren zu den Schützenfestnachtfeiern mit klingendem Spiel nach Hauenhorst oder Elte (überwiegend bei Bockholt) gezogen, so fand das Schützenfestbegraben 1959 nach endgültiger Fertigstellung und Gestaltung auf Wunsch vieler Mitglieder auf dem nunmehr schönen Gelände des Schießstandes statt.

 

Historie


50 Jahre Vereinsbestehen

Für die Vorbereitungen und die Gestaltung der Jubelfeier 1960 anlässlich des 50-jährigen Vereinsbestehen wurde im Frühjahr 1959 vom Vorstand ein Festausschuss bestimmt, dem folgende Mitglieder angehörten:

Büscher, Hugo Osterbrink, Hubert
Büscher, August Rott, Bernhard
Gehling, Heinrich Robbers, Walter
Heckmann, August Steggemann, Leo
Helming, August Tebbe, Viktor

Der 1. Vorsitzende des Festausschusses Bernhard Rott berichtete auf der Versammlung am 9.5.1959 über den Stand der Vorbereitungen.

Als Termin hatte man sich für den 28./29./30.5.1960 entschieden.

Das auf der Versammlung am 30.4.1960 gewählte Kommando setzte sich zusammen aus:

Oberst Stienemann, Alfons
Major Büscher, Georg
Feldwebel Wynen, Peter
Adjutanten Heckmann, Clemens
Hinterding, August
Fähnrich Holthaus, August
Tiltmann, Josef
Kleinberns, Ludger

Als Zeltplatz wählte man nach längerer Überlegung das ehemalige Geländer der Fa. Kettelhack, Industriestraße/Neue Stiege, da der Kirmesplatz anderweitig genutzt wurde.

Nachdem an Vortagen der Kaiser- und Königsvogel begutachtet und beide zur Vogelstange gebracht worden waren, begann die große Jubelfeier am Sonntagmorgen mit einem Festgottesdienst. Danach erfolge eine Gefallenenehrung. Am Sonntagnachmittag konnte der Oberst über 30 Vereine begrüßen, die dann in einem großen Festzug zum Festplatz an der Marienschule (heute Franziskusschule) zogen.

Sehr spannend verlief am Montagmorgen das Königs- und Kaiserschießen. Zur Überraschung aller gelang Ludger Kleinberns der Königsschuss. Er erkor sich seine Frau Hedwig zur Königin. Im Vorjahr hatte Vater Franz Kleinberns die Königswürde errungen. So blieb die Königskette für ein weiteres Jahr in der Familie.

Den Kampf um die Kaiserwürde konnte Clemens Becker für sich entscheiden. Er erkor sich ebenfalls sein Frau Katharina zur Mitregentin.

Konnten bislang nur männliche Eingesessene von Mesum-Feld, soweit sie im Bereich der gezogenen Grenzen wohnten, Mitglied des Vereins werden, so wurde auf der Versammlung am 23.11.1964 diese Regelung aufgehoben. Künftig konnte nun jeder männliche Mesumer Bürger, der das 18. Lebensjahr vollendet hatte, Mitglied werden.

Aus Sicherheitsgründen wurde ab Schützenfest 1964 bei den Adjutanten auf Pferde verzichtet.

 

historie


In den Folgejahren verliefen die Vereinsfeste in altgewohnter Weise. Am „Tag der Schützen“ in Rheine beteiligte sich unser Verein ebenso wie am „Empfang der Könige“ im Falkenhof.

Nikolauspaare wurden gestellt. Alfons Rott und August Westkamp konnten sogar für über 25 Jahre als Nikolauspaar geehrt werden. Zwischenzeitlich wurden Wettbewerbe im Preiskegeln und Preisknobeln veranstaltet.

Auf der Generalversammlung am 18.11.1972 wurde die Herausgabe einer eigenen Karnevalszeitung angeregt. So machten sich einige Vereinsmitglieder ans Werk und konnten zum Karnevalsfest 1973 mit einer Erstausgabe „De Feldpogge quakt“ aufwarten. Auch im nächsten Jahr war der Verkauf „Feldpogge“ ein voller Erfolg.

Da auch der Nachbarverein 1877 bereits jahrelang die „Klein-Berliner-Posaune“ herausbrachte, schloss man sich zusammen und brachte ab 1975 eine Gemeinschafts Narrenzeitung heraus.

Unvergessen bleibt der große Festumzug anlässlich der 600-Jahr-Feier der Kirchengemeinde Mesum am 26.8.1973. An diesem Umzug beteiligte sich der Bürgerschützenverein Mesum Feld mit einem gelungenen Torfwagen und diversen Fußgruppen.

Ein weiterer Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte ist sicherlich das Kreis Kaiserschießen am 23.5.1974 in Metelen. Hier konnte unser Vereinskamerad Franz Schulte Austum unter vielen Bewerbern die Kreis-Kaiserwürde erringen und er mit seiner Frau Grete zum ersten Kreis-Kaiserpaar gekürt werden.

Mit der Erringung der Kreis-Kaiserwürden war der Verein die Verpflichtung der Ausrichtung des nächsten Kreis-Kaiserschießens eingegangen.

Am 7.8.1976 fand dieses Fest in Mesum statt.

In Verbindung mit diesem Fest fand die Einweihung einer neuer Vereinsfahne statt. Die Festrede hielt der Bezirksausschussvorsitzende Josef Wilp, der die gewählten Symbole „Heimat – Glaube – Sitte“ hervorhob.


Nach unendlich langem Schießen – über 454 Schuss – konnte der Schützenbruder Hans Hellman vom Schützenverein Eintracht Rheine den Rest des Vogels von der Stange holen und wurde damit zum neuen Kreis-Kaiser proklamiert. Die Überreichung des vom Landrat Poetschki gestifteten Wanderpokals nahm in der Vertretung des Landrats Dr. Gerdemann vor. Weiter nahmen an der Feier teil u. a. der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Rheine Kurzinski, der stellvertretende Stadtdirektor Ricken, der Präsident der Schützengemeinschaft Wübbels sowie der Vorsitzende des Dachverbandes Alfred Vosskuhle aus Nordwalde.

Hatte man bislang das Schützenfest sonntags und montags gefeiert, so wurden ab 1978 die Festtag auf Samstag und Sonntag verlegt.

Eine weitere Änderung gab es in diesem Jahre auch für das Scheibenkönigsschießen. Da das bisherige Scheibenkönigsschießen in den letzten Jahren für Mitglieder, Besucher und Gäste an Reiz verloren hatte, wurde ein Holzstern im Kugelfang befestigt, der mit einem Klein-Kalibergewehr abgeschossen werden musste. Ein Volltreffer gelang hierbei Schützenbruder Erich Sterthaus, als er mit einem „ungezielten“ Schuss die Scheibe komplett von der Stange holte. Da er bereits Schützenkönig gewesen war, verzichtete er auf die Königswürde.

Nur unter Zahlung eines 1 Hektoliter-Fasses durfte er die Scheibe wieder aufsetzen. Bei dem weiteren Schießen gelang es Hans Kleier, den Rest des Sternes abzuschießen und wurde damit zum ersten Stern-Scheibenkönig proklamiert. Ihm zur Seite stand seine Frau Madga. Das Schnitzen und die Anfertigung des Sternes hat der Schützenkamerad Karl Rauß übernommen.

Auch entsprach die Klein-Kaliber-Schießanlage nicht mehr den schießtechnischen Vorschriften. Da die Wiederinstandsetzung mit erheblichen Kosten verbunden war, entschloss sich der Vorstand, die Anlage zu entfernen und den Schießgraben zu verfüllen.

 

75 Jahre -  Jubelfest 1985

 

          

 

Das „75-jährige Jubiläum“ im Jahr 1985 warf in der Generalversammlung am 27.11.1982 seine ersten Schatten voraus. Es sollte im Rahmen und in Verbindung mit dem traditionellen Schützenfest gefeiert werden. Zur Vorbereitung dieses Jubelsfestes wurde ein Festausschuss gewählt, der sich aus 2 Vorstandsmitgliedern und 5 Mitgliedern zusammensetzt. In geheimer Wahl wurde nach Stimmenerhalt gewählt:
Heinz Harmeyer, Erich Sterthaus, Hubert Kösters, Edmund Niedick und Alfons Mess. Aus dem Vorstand wurden August Helming und Bernhard Krämer bestimmt.
Schon bald traf sich der Festausschuss, um die ersten Regularien zu besprechen. So wurde zunächst der Termin festgelegt, das Festprogramm besprochen sowie ein vorläufiger Finanzplan aufgestellt.

 

 

Nach weiteren Besprechungen und Tagungen gab der 1. Vorsitzende des Festausschusses Erich Sterthaus auf der Versammlung am 30.6.1984 einen detaillierten Überblick über den Ablauf des Jubelfestes. Für die einzelnen Festbögen konnten Bogengemeinschaften in den jeweiligen Wohnbezirken zusammengestellt werden, die wiederum von zwei Kontaktleuten geführt werden.

Kilometerlange Wimpelketten sowie Rosenpapier müssen geschnitten und gebunden werden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, denn nach dem Karnevalsausklang steht schon bereits in Kürze das große Fest bevor.

Der Bürgerschützenverein Mesum-Feld zählt im Jubeljahr rd. 520 Mitglieder. Jedes Mitglied wird zu den Jubelfeiern durch besondere Nachricht bzw. durch den Vorstand und Festausschuss persönlich eingeladen.

Trotz strömenden Regen standen die Mesumer Gewehr bei Fuß.

 

         

 
 

Festkommers

Der offizielle Teil des Jubiläums wurde am 1. Juni eingeläutet. Unter dem Beifall aller Besucher,  marschierte der Alte Spielmannszug unter Leitung von Leo Steggemann auf dem Festzelt ein. Ihm folgten in einem langen Zug, alle Könige und Scheibenkönige des Vereins. So konnte der erste Vorsitzende August Helming in einem vollbesetzten Zelt, mit seiner Begrüßungsrede den Festkommers eröffnen.

Erich Sterthaus leitete als Festausschußvorsitzender durch den Abend. Zu den Ehrengästen zählten unter anderem, der erste Bürgermeister Ludger Meier, eine Abordnung der Schützengemeinschaft Rheine sowie Pastor Heitmann, Josef Wilp als Bezirksausschußvorsitzender und Franz Greiwe als Verteter der Mesumer Vereine. Musikalisch wurde der Abend von dem Jagdhornbläsercoprs Mesum und der Blaßkapelle Friedesklang-Borgorst begleitet. Neben den Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder wurden besonders Franz Sterthus, als ältester lebender König und Anton Sterthaus als Gründungsmitglied des Spielmannszugs geehrt. Die ältesten anwesenden Vereinsmitglieder waren: Josef Havixbeck, Hubert Wältermann und Anton Brameier.

Auch die Jubelkönige Ludger Kleinberns und Paul Niedick wurden herzlichst begrüßt.

Unser Vereinsmitglied Alfred Scheffer, bot als Kiepenkerl eine plattdeutsche Vereinschronik dar. Zum Höhepunkt des Abends spielten der Spielmannszug, Altherren-Spielmannszug und die Blasskapelle Friedesklang-Borghorst Preusens Gloria.           

Am Samstag Nachmittag um 13.30 Uhr traten die Schützenbrüder unter Leitung von Oberst Josef Bülter und Major Reinhold Preckeler am Festzelt an. Beim anschließenden Schießen errang Egon Brockmann mit dem 166. Schuss die Würde des Vogelkaisers. Als Scheibenkaiser folgte Ihm Wolfgang Pommerening mit dem 76. Schuss. Es folgte das Ausholen der Kaiserpaare. Der Kaiserball am Abend, wurde durch ein  Feuer in einem neben dem Zelt stehenden Wohnwagen unterbrochen. Dieser Vorfall gab der guten Stimmung aber keinen Abbruch. 

 

             
 

Um 14.30 Uhr zogen dann 39 Vereine; unter der musikalischen Begleitung zahlreicher Spielmannszüge, auf dem festliche geschmückten Platz an der Franziskusschule ein. Dort wurden die obligatorischen Festreden und Ansprachen gehalten. Es wurden Gastgeschenke ausgetauscht und es gab auch für die Gastvereine die Möglichkeit ein Grußwort zu sagen. Einzig der zum Teil heftige Regen, störte die Festlichkeit. In einem 2,5 km langen Festzug, zog man über die in den Vereinsfarben geschmückten Straße zum Festzelt auf dem Kirmesplatz. Der abendliche Jubiläumsball wurde von der Combo des Luftwaffenmusikcorps Münster musikalisch begleitet.

Montag Morgen um 9.00 Uhr war Antreten zum Vogel – und Scheibenkönigschießen. Hier errang Bernhard Helming mit dem 135. Schuss die Königswürde und Alfred Schürmann holte die letzten Reste der Scheibe mit dem 45. Schuss von der Stange.

Das Ausholen der Könige wurde wieder vom regnerischen Wetter getrübt. Nur die Vereinsdamen beim Kaffee auf dem Festzelt wurden verschont. Auch der abendliche Festumzug wurde aufgrund der Wetterlage abgekürzt und es folgte der Königsball.

Der Dienstag war der Hexengesellschaft vorbehalten, hier errang Franzel Kutscha die Königswürde und nahm sich Berthold Westkamp zur Königin.

Nach dem Jubelfest wurde vor dem Schützenhaus ein fester Unterstand errichtet um bei den künftigen Veranstaltungen am Scheibenstand einen Wetterschutz zu bieten. Besonders engagierten sich bei der Errichtung Alfred Schürmann und Karl-Heinz Ott.

Wurde bisher nur zu den Jubiläen (alle 25 Jahre) ein Kaiser ausgeschossen, so wurde auf der Jahreshauptversammlung 1987 beschlossen alle 5 Jahre einen Vogel – und Scheibenkaiser auszuschießen. Der Beschluss erfolgte mit großer Mehrheit. Erstmals sollte dieser Beschluss im Jahre 1990 umgesetzt werden. Auf dieser Versammlung übergab auch der 1. Vorsitzende August Helming sein Amt an Heinz Sievers. Auf Vorschlag aus der Versammlung wurde August Helming, der den Verein in zwei Amtsperioden insgesamt 12 Jahre geführt hatte zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Eine große Überholung des Kugelfangs am Scheibenstand wurde 1989 aus Sicherheitsgründen durchgeführt. Dabei wurde der Aufzug auch mit einer elektrischen Seilwinde ausgestattet, damit die Schützenbrüder nicht mehr mit einer Handwinde den tonnenschweren Kugelfang hochdrehen mussten. Besonders engagiert bei der Anschaffung der Seilwinde und dem ausführen der Arbeiten war Schützenbruder Rudi Helming.

1990 wurde auf dem Schützenfest dann zum erstenmal nach neuer Regelung, ein Kaiserschießen durchgeführt. Vogelkaiser wurde Karl-Heinz Marchewitz, der sich seine Frau Maria zur Kaiserin erkor. Scheibenkaiser Heinz Sievers nahm sich seine Frau Anne zur Mitregentin.

Am 6. September 1992 nahm unser Verein wie jedes Jahr mit seinen amtierenden Königen (Alwin Achterkamp-Vogelkönig und Andreas Verlage- Scheibenkönig) am Stadtkaiserschießen der Schützengemeinschaft Rheine teil. Mit dem 184. Schuss der um 17.46 fiel, hatte Andreas Verlage das große Glück die letzten Reste des Vogels von der Stange zu holen. Somit wurde die Stadtkaiserwürde zum erstenmal, für unseren Verein und unseren Stadtteil Mesum errungen. Begleitet vom Vorstand , dem kompletten Kommando und Angehörigen, feierten Andreas Verlage und seiner Kaiserin Brigitta Behen zusammen mit allen Majestäten des laufenden Jahres in der Stadthalle den Kaiserball. Am Sonntag schloss sich der traditionelle Empfang der Stadt im Falkenhof an.

Zum Leidwesen vieler Mesumer, wurde der Kirmesplatz zur Bebauung freigegeben. Deshalb musste für den Standort des Festzeltes, ein neuer Platz gefunden werden. Zusammen mit der Stadt Rheine, wurde dieser Platz zwischen dem Hallenbad und dem Stadion im Hassenbrock gefunden. Nachdem die Einrichtungen für Strom Wasser und Kanalanschluss gelegt waren, konnte zum Schützenfest 1994 zum ersten mal auf dem neuen Festplatz gefeiert werden.

Auf der Jahreshauptversammlung 1994 wurde dann der Beschluss gefasst, ab 1995 nur noch einen Kaiser auszuschießen. Allen Königen des Vereins steht die Teilnahme am Schießen frei. Auch sollte der Kommers nicht mehr am Freitag Abend, sondern am Samstag Morgen nach dem Festgottesdienst beim Frühstück stattfinden. Eine bedeutende Änderung wurde von der  Versammlung fürs Karnevalsfest verabschiedet. Ab 1995 wurde der Termin für das Karnevalsfest, auf die Originaltage verlegt. Somit feiert man jetzt 14 Tage später als sonst Karneval. Für die Zusammenarbeit und den Verkauf der Karnevalszeitung änderte sich jedoch nichts.

Einige Änderungen im Programmablauf beschlossen die Schützenbrüder auf der Jahreshauptversammlung 1997. Ab dem kommenden Jahr sollten beide Könige am Samstag ausgeschossen werden. und sollte durch Tragen von weißen Hemden in Kombination mit schwarzen Hosen, zu einem festlicherem Aussehen gesorgt werden.

Beim Kaiserschießen auf dem Schützenfest im Jahre 2000 folgte der ehemalige Vorsitzende Heinz Sievers - Alwin Achterkamp als Kaiser. Seine Frau Annegret stand ihm zur Seite.

Bereits Anfang der Neunzigerjahre, wurden zum Schützenfestauftakt Jugendbälle veranstaltet. Besonders erfolgreich gestaltete sich die Dollhouse Party am 3. und 4. August 2001. Unsere Vereinsmitglieder Edmund Niedick jun. , Peter Brockmann und Christian Hölscher planten und führten eine nicht nur finanziell sehr erfolgreiche Veranstaltung durch. Trotzdem war und ist das Thema Jugendball im Verein auch heute noch immer umstritten.

Am 6. Oktober 2007 wählte der Verein auf Vorschlag der Versammlung und Vorstand den Ehrenfeldwebel und Vereinskaiser Heinz Sievers zum Ehrenvorsitzenden.

Die Versammlung am 23. Oktober 2009, stimmte einer Erweiterung des Vorstandes zu. In den letzten Jahre ist es Standart geworden, das sich auch die Vereine im Internet der Öffentlichkeit präsentieren. In unserem Verein wurde dafür die Position des Medienbeauftragten als Beisitzer geschaffen. Einstimmig wählte die Versammlung Christian Hölscher, der in diesem Bereich bereits tätig war,  in diese Position.

 

Ein aktiver Vorstand, der es versteht, die Vereinsmitglieder aktiv zu erhalten und das Vereinsleben attraktiv zu gestalten, das zusammen ist die Garantie, dass der Bürgerschützenverein Mesum-Feld e. V. auch sein 100-jähriges Bestehen feiern kann.

Nicht zu vergessen sind dabei unsere Frauen.

 

Sowohl die Kommando-, als auch die Vorstandsfrauen verdienen höchste Anerkennung. Ohne die Unterstützung

und Mithilfe, wären unsere Feste überhaupt nicht möglich. Ob Deko-, Catering, Umsetzung von neuen Ideen oder

auch die Organsitaion ansich - die Frauen sind immer mit dabei!

 

Vorstandsdamen 2009 Vorstandsfrauen 2009

Kommandofrauen 2009 Kommandofrauen 2009

 

 

 

 Wir sagen Danke und hoffen auch weiterhin auf eure tatkräftige Unterstützung!

 

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 28. Februar 2010 um 02:16 Uhr
 

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